Denktagebuch


Denktagebuch
 

Restitution der Würde?

Dialogisches Denktagebuch über «menschliche Überreste», Kolonialismus und Menschlichkeit

Nadja Germann & Albert Gouaffo 

Am Anfang standen fünf Maka-Ahnen. Fünf Menschen aus dem Südosten des heutigen Kamerun, Mitglieder lokaler Gemeinschaften, die der deutschen Kolonialherrschaft Widerstand leisteten, von dieser getötet und in die anthropologische «Sammlung» der Universität Freiburg verschleppt wurden – wo sie bis heute ausharren.

Es sind diese fünf Ahnen, die uns – Nadja Germann und Albert Gouaffo – ins Gespräch und damit zum Verfassen eines dialogischen Denktagebuchs gebracht haben. Haben sie auf uns gewartet? Uns gerufen? Wir wissen es nicht. Aber soviel ist uns klar, seit wir einander auf jener Tagung im Frühjahr 2023 kennenlernten, als ihre geglückte Identifizierung einem breiteren Publikum bekannt gegeben werden konnte: Wir wollen die Gelegenheit nutzen, um nach unseren Kräften dazu beizutragen, eine Rückführung dieser fünf Ahnen in die Wege zu leiten und die ihnen geraubte Würde wiederherzustellen; und um uns einer Reflexion darüber zu stellen, was «Restitution» und «Würde» bedeuten angesichts der versteckten, verschwiegenen und doch schwelenden Wunden, die der Kolonialismus geschlagen hat.
 

Das Denktagebuch geht hervor aus dem Projekt «Restitution der Würde? Human Remains – Kolonialismus – Menschlichkeit», das von November 2023 bis April 2025 von der VolkswagenStiftung im Rahmen des Programms «Aubruch – Neue Forschungsräume für Geistes- und Kulturwissenschaften gefördert wurde.

Dialogisches Denktagebuch
(deutsche Fassung)

Journal de réflexion
(version française)

Dekolonial Philosophieren
in Freiburg

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